Mitglieder-Abstimmungsverfahren über das Geschäftsjahr 2020

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie haben Vorstand und Aufsichtsrat aus Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, Mitarbeitern und Gästen unserer Raiffeisenbank eG beschlossen, dass die für das Geschäftsjahr 2020 erforderlichen Beschlüsse wie im Vorjahr in einem schriftlichen Abstimmungsverfahren durch die Mitglieder gefasst werden sollen.

Ablauf des schriftlichen Abstimmungsverfahren

  • Mit Schreiben vom 12.07.2021 haben alle Mitglieder umfangreiche Informationen zum Ablauf des schriftlichen Abstimmunsverfahren erhalten. Die übersandten Unterlagen stehen Ihnen auf dieser Seite nochmals in digitaler Form zur Verfügung.
 
  • Bis zum 02.08.2021 hatten alle Mitglieder die Möglichkeit, Fragen und Anmerkungen zu den übermittelten Unterlagen sowie Vorschläge für eine neue Aufsichtskandidatin bzw. Aufsichtskandidaten an den Vorstand oder Aufsichtsrat heranzutragen. Alle eingereichten Vorschläge und Fragen samt Antworten finden Sie im Verlauf dieser Seite.
 
  • In der 34. Kalenderwoche erhielten alle Mitglieder die Abstimmungsunterlagen auf dem Postweg. Einsendeschluss für die Rückantworten war am 08.09.2021.
 
  • Die Ergebnisse der Abstimmung wurden am 14.09.2021 auf dieser Seite bekannt gegeben.

 

Ergebnisse

TOP 4 - Beschlussfassung über die Gewinnverwendung

Die vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde mit 1.312 Zustimmungen, 11 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen beschlossen. Die Gutschrift der Dividende erfolgt wie gewohnt sehr kurzfristig.

TOP 5 - Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes

Dem Vorstandsmitglied Guido Bloch wurde mit 1.336 Zustimmungen, 23 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen Entlastung erteilt.

Dem Vorstandsmitglied Daniel Horn wurde mit 1.335 Zustimmungen, 22 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen Entlastung erteilt.

TOP 6 - Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrates

Dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Schlottmann wurde mit 1.322 Zustimmungen, 27 Enthaltungen und 5 Gegenstimmen Entlastung erteilt.

Dem Aufsichtsratsmitglied Gerd Schütte wurde mit 1.309 Zustimmungen, 41 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen Entlastung erteilt.

Dem Aufsichtsratsmitglied Heidi Stamer wurde mit 1.317 Zustimmungen und 34 Enthaltungen Entlastung erteilt.

Dem Aufsichtsratsmitglied Frank Jehring wurde mit 1.305 Zustimmungen, 46 Enthaltungen und einer Gegenstimme Entlastung erteilt.

Dem Aufsichtsratsmitglied Ulf Peters wurde mit 1.290 Zustimmungen, 48 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen Entlastung erteilt.

Dem Aufsichtsratsmitglied Thomas Koch wurde mit 1.309 Zustimmungen, 43 Enthaltungen und 2 Gegenstimmen Entlastung erteilt.

TOP 7 - Beschlussfassung über die Wahlen zum Aufsichtsrat

Das Aufsichtsratsmitglied Frank Jehring wurde mit 1.287 Zustimmungen, 60 Enthaltungen und 3 Gegenstimmen erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Das Aufsichtsratsmitglied Thomas Koch wurde mit 1.286 Zustimmungen, 65 Enthaltungen und 2 Gegenstimmen erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Das Aufsichtsratsmitglied Heidi Stamer wurde mit 1.292 Zustimmungen, 52 Enthaltungen und 9 Gegenstimmen erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Kandidatin Marion Gensel wurde mit 1.260 Zustimmungen, 71 Enthaltungen und 13 Gegenstimmen in den Aufsichtsrat gewählt.

Der Kandidat Detlef Wöhl-Bruhn wurde mit 1.256 Zustimmungen, 72 Enthaltungen und 23 Gegenstimmen in den Aufsichtsrat gewählt.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und vor allem Gesundheit. Wir hoffen, dass wir Sie im kommenden Jahr wieder persönlich auf der Mitgliederversammlung begrüßen können.

Über die aktuellen Geschehnisse in Ihrer Raiffeisenbank eG halten wir Sie stets auf unserer Homepage auf dem Laufenden. Folgen Sie uns auch gern auf Instagram.

Herzliche Grüße

Ihre Raiffeisenbank eG

Der Vorstand

Guido Bloch   Daniel Horn

 

Büchen, 14.09.2021

Fragen & Vorschläge

Fragen

Es gab keine Fragen aus der Mitgliederversammlung.

 

Vorschlag zur Wahl in den Aufsichtsrat

Frau Marion Gensel und Herr Detlef Wöhl-Bruhn wurden zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen. Eine kurze Vorstellung beider Kandidaten erhalten alle Mitglieder zusammen mit den Abstimmungsunterlagen.

 

Tagesordnung mit Erläuterung

1.    Schriftlicher Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2020

In dem beigefügten Bericht des Vorstandes berichtet der Vorstand ausführlich über das Geschäftsjahr 2020 und über die Lage der Raiffeisenbank eG. Ferner berichtet der Vorstand ausführlich über den von ihm aufgestellten und vom Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschluss  zum 31.12.2020. Wir bitten um Kenntnisnahme und Beachtung dieser Ausführungen.

Der Bericht des Vorstandes sowie der Jahresabschluss und der Lagebericht sind zudem zur Einsicht auf dieser Seite bereitgestellt. Ferner können diese Unterlagen in den Filialen der Raiffeisenbank eG eingesehen werden.

 

2.    Schriftlicher Bericht des Aufsichtsrates

In dem beigefügten Bericht für das Geschäftsjahr 2020 berichtet der Aufsichtsrat ausführlich über seine Tätigkeit in dem Geschäftsjahr 2020. Wir bitten um Kenntnisnahme und Beachtung dieser Ausführungen. Den Bericht des Aufsichtsrates finden Sie im weiteren Verlauf dieser Seite.

 

3.    Schriftlicher Bericht des Aufsichtsrates über die gesetzliche Prüfung und 

       Erklärung des Aufsichtsrates hierzu

In der „Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses“ berichtet der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. über die bei der Genossenschaft gemäß den Vorschriften des Kreditwesen- und Genossenschaftsgesetzes durchgeführte Prüfung, die sich auch auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 unter Einbeziehung der Buchführung und auf den Lagebericht der Genossenschaft erstreckte. Der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e. V. hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Wir bitten um Kenntnisnahme und Beachtung dieser Ausführungen des Genossenschaftsverbands – Verband der Regionen e.V.

Der Aufsichtsrat hat am 26.05.2021 an der Prüfungsschlusssitzung teilgenommen und eingesehen. Das zusammengefasste Prüfungsergebnis sowie die Erklärung des Aufsichtsrates finden Sie im weiteren Verlauf dieser Seite.

 

4.    Beschlussfassung über die Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 wurde am 17.06.2021 durch den Aufsichtsrat der Raiffeisenbank eG gemäß Artikel 2 § 3 Abs. 3 COVMaßG festgestellt. Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von 1.182.036,10 Euro unter Einbeziehung des Gewinnvortrages von 3.651,63 Euro (Bilanzgewinn von 1.185.687,73 Euro) wie folgt zu verwenden:

6,00% Dividende                                                      213.946,80 Euro

1,00% Bonuszahlung                                                  35.657,80 Euro

Einstellung in die gesetzliche Rücklagen                     460.000,00 Euro

Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen             477.000,00 Euro

Vortrag auf neue Rechnung                                          1.083,13 Euro

 

5.    Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2020 amtierenden Mitgliedern des Vorstandes, nämlich den Herren

»  Guido Bloch und

»  Daniel Horn

für diesen Zeitraum Entlastung zu erteilen.

 

6.    Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrates

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2020 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrates, nämlich

»  Herrn Dieter Schlottmann,

»  Frau Heidi Stamer,

»  Herrn Frank Jehring,

»  Herrn Thomas Koch,

»  Herrn Ulf Peters und

»  Herrn Gerd Schütte

für diesen Zeitraum Entlastung zu erteilen.

 

7.    Wahlen zum Aufsichtsrat

Wahlen zum Aufsichtsrat – es scheiden turnusmäßig aus:

» Frank Jehring         

» Thomas Koch         

» Heidi Stamer          

» Ulf Peters

Eine Wiederwahl ist, bis auf Herrn Ulf Peters, zulässig. Herr Peters scheidet aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus. Wir danken Herrn Peters für 27-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat.

Bericht des Vorstandes

Das vergangene Geschäftsjahr stand ganz im Einfluss der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben für uns alle. Nach den Ereignissen im Frühjahr 2020 und dem verordneten ersten Lockdown ist eine große Unsicherheit im Umgang mit den Corona-Themen sowie der Weiterführung der uns bisher bekannten Lebensumstände entstanden, die sich bis heute nicht vollständig aufgelöst hat. Jeder Einzelne von uns hat in den vergangenen Monaten aber immer besser gelernt, mit den Themen umzugehen.

Die Ausmaße der Einschränkungen, welche die Corona-Pandemie mit sich bringt, hätten wir uns alle nicht träumen lassen. Auch die Geschwindigkeit, mit der das auf uns alle eingestürzt ist, sucht man in der bisherigen Geschichte vergeblich. Wir haben - soweit möglich - versucht, die ''Ruhe zu bewahren'' und ein Höchstmaß an Normalität aufrecht zu erhalten. Wir konnten zeitweise nur ''auf Sicht fahren bzw. handeln''. Das heißt, fast jeden Tag war aufgrund der Veränderungen eine neue Situation zu beurteilen und zu lösen. Aus heutiger Sicht betrachtet, hat dies bisher recht gut funktioniert.

Die politischen Entscheidungen und Beschlüsse zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung hatten natürlich auch Auswirkungen auf unser wirtschaftliches Tun und Handeln. Hierbei konnten wir allerdings durch das Vertrauen der Mitglieder und Kunden sowie den besonderen Einsatz unserer Mitarbeiter gut bestehen und unsere Aufgaben im Wirtschaftssystem erfüllen. Durch die stetige Öffnung der Filialen konnten wir finanzielle Sicherheit und Stabilität vermitteln. Für uns ist die geöffnete Filiale das sichtbare Zeichen unserer Präsenz. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, dass wir, die Raiffeisenbank eG, ein verlässlicher Partner sind.

Inwiefern die Corona-Pandemie einen Einfluss auf unser bisheriges Geschäftsmodell hat, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Erste Anzeichen für ein verändertes Kundenverhalten und einen steigenden Digitalisierungsdruck können wir schon heute im Bereich des Zahlungsverkehrs erkennen.

Im Frühjahr sind im Zuge des Lockdowns die Kapitalmärkte bei den Aktien und Anleihen weggebrochen. Viele Unternehmen sind stark durch die Auswirkungen in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Politik hat mit einer Geldflut und diversen Förderprogrammen gegengesteuert und damit den Druck auf unsere Haupteinnahmequelle, die Zinsmarge, weiter erhöht. Im Firmen- und Gewerbekundenbereich konnten wir den betroffenen Kunden unter die Arme greifen. Die staatlichen Förderprogramme erwiesen sich hierbei nur teilweise als hilfreich.

Eine Änderung der Zinspolitik und der Kapitalmarktverhältnisse ist somit weiterhin nicht ersichtlich. Insofern haben wir uns entschlossen, das zinsunabhängige Geschäft unter anderem durch die zwei Mehrfamilienhäuser in Büchen sowie durch den Erwerb einer Beteiligung an einer GmbH mit einem Immobilienvermögen zu stärken und damit unsere Ertragsbasis breiter zu streuen. Bei der Errichtung von neuen Gebäuden und bei den Modernisierungen der Bestandsgebäude achten wir auf die Einhaltung der neuesten Energiestandards.

Im Geschäftsjahr 2020 konnte im Kreditgeschäft trotz der Einschränkungen ein gutes Wachstum generiert werden. Aktuell haben wir mit fast 500 Mio. EUR Kreditinanspruchnahme (ca. 5 % Wachstum) den historisch höchsten Stand erreicht. Auch bei den Kundeneinlagen sind wir überproportional gewachsen. Hier konnten wir ebenso einen Rekordwert von über 500 Mio. EUR (ca. 16 % Wachstum) verzeichnen.

Der Zinsüberschuss ist aufgrund des Wachstums sowie aufgrund von Sonder-/Einmaleffekten in Höhe von ca. 1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der Provisionsüberschuss liegt etwas über dem Vorjahresniveau. Die Verwaltungsaufwendungen sind insgesamt nur geringfügig angestiegen. Insofern konnten wir gegenüber dem Vorjahr ein verbessertes Betriebsergebnis vor Bewertung erreichen. Das Bewertungsergebnis ist im Kredit- und Eigenanlagenbereich negativ, aber insgesamt tragbar und liegt nur geringfügig über unserer Planung. Das Betriebsergebnis nach Bewertung liegt über dem Vorjahreswert.

Unsere Gartenmärkte konnten 2020 verbesserte Umsätze erzielen. Bei den Tankstellen waren diese jedoch rückläufig. Der Warenrohgewinn konnte insgesamt gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Das Warenergebnis ist allerdings nur knapp positiv, da die Aufwendungen für die Modernisierung der Tankstelle in Pampow das Ergebnis 2020 belasteten.

Dass unsere Raiffeisenbank so gut durch das schwierige Jahr 2020 gekommen ist, lag natürlich auch am täglichen Einsatz unserer Mitarbeiter. Hierfür möchten wir einen ganz besonderen Dank aussprechen. Ebenso bedanken möchten wir uns auch beim Aufsichtsrat sowie allen Partnern des genossenschaftlichen FinanzVerbundes und dem Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V. für die stets hilfreiche Zusammenarbeit.

Bei Ihnen, unseren Mitgliedern und Kunden, bedanken wir uns natürlich auch vielmals. Daher möchten wir Sie an unserem guten Ergebnis angemessen beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Mitgliederversammlung daher eine Dividendenzahlung von 6 % zzgl. Bonus von 1 % = insgesamt 7 % vor.

Für das bereits laufende Geschäftsjahr 2021 und auch für das Folgejahr 2022 lassen unsere Planungsrechnungen bei einem verhaltenen Wachstum im Kundengeschäft ein angemessenes, jedoch geringeres Betriebsergebnis erwarten. Hierbei müssen wir von einer weiterhin fallenden Zinsmarge aufgrund des aktuell anhaltend niedrigen Zinsniveaus ausgehen.

Doch das wichtigste Motto für die nächste Zeit ist und bleibt: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst

Ihr Vorstand

Guido Bloch                  Daniel Horn

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2020 war geprägt durch die Corona-Pandemie. Der Jahresanfang war noch normal. Ab März musste sich der Aufsichtsrat dann mit neuen Vorgaben auseinandersetzen. Es wurde das vom Vorstand erarbeitete Hygienekonzept genauso geprüft, wie auch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Kunden und auf die Bank. Unsere Sitzungen mussten wir zum großen Teil virtuell abhalten.

Leider durfte unsere Mitgliederversammlung nicht stattfinden. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden sich für eine Briefwahl im Herbst 2020. Wir waren über die riesige, auch positive Resonanz überrascht. Leider konnten in diesem Zusammenhang keine Wahlen zum Aufsichtsrat durchgeführt werden. Dieses wird in 2021 nachgeholt.

Trotzdem hat der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2020 die Aufgaben erfüllt, für die er nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung verantwortlich ist: die Arbeit des Vorstandes zu überwachen und sie beratend zu begleiten. Er traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte zur effektiveren Arbeit unverändert Ausschüsse eingerichtet. Dem Prüfungsausschuss kommt dabei eine beratende, dem Kreditbewilligungsausschuss sowie dem Personal- und Besetzungsausschuss eine beschlussfassende Funktion zu.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über das Wettbewerbsumfeld, die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie alle strategischen und wichtigen operativen Entscheidungen informiert.

Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich generell an allen Vorstandssitzungen teilgenommen und mit dem Vorstand die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert.

Im Jahr 2020 hat sich der gesamte Aufsichtsrat zu insgesamt sieben Sitzungen getroffen. Innerhalb dieser Sitzungen wurden insbesondere Kreditentscheidungen ab den hierfür definierten Betragsgrenzen durch den Kreditbewilligungsausschuss bzw. den gesamten Aufsichtsrat beschlossen. Zusätzlich tagte der Kreditbewilligungsausschuss separat in vier Sitzungen. Der Personal- und Besetzungsausschuss kam zu zwei Sitzungen mit dem Vorstand zusammen und der Prüfungsausschuss informierte sich in drei Sitzungen.

In der Dezembersitzung 2020 hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Arbeit turnusgemäß geprüft.

Im Mittelpunkt unserer Sitzungen standen die wirtschaftliche Entwicklung Ihrer Raiffeisenbank eG Büchen • Crivitz • Hagenow • Plate. An der Inventur zum Jahresabschluss haben alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat im Jahr 2020 an einem 2-tägigen Weiterbildungsseminar des Genossenschaftsverbandes - Verband der Regionen e.V. teilgenommen.

Der vorliegende Jahresabschluss 2020 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit dem Prüfungsergebnis befasst. Über das Prüfungsergebnis wird in der Mitgliederversammlung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2020, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft und stimmt diesem zu. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Mitgliederversammlung den Jahresabschluss festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Ulf Peters, Herr Frank Jehring, Frau Heidi Stamer sowie Herr Thomas Koch aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist, bis auf Herrn Ulf Peters, zulässig. Herr Peters scheidet wegen Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze aus und ist nicht wieder wählbar. Der gesamte Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Peters für die 27-jährige konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die geleistete Arbeit und allen Mitarbeitern dankt er für den außergewöhnlichen Einsatz unter den erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie. Ohne sie und ihren Fleiß wäre das gute Jahresergebnis nicht zustande gekommen.

 

Büchen, 26. Mai 2021                          Der Aufsichtsrat

                                                         Dieter Schlottmann

 

v.l.: Gerd Schütte, Ulf Peters, Frank Jehring, Heidi Stamer, Dieter Schlottmann (Vorsitzender) und Thomas Koch
Prüfungsergebnis

Zusammenfassende Schlussbemerkungen des Prüfergebnisses

Das Ergebnis der Prüfung gemäß § 53 Abs. 1 GenG sowie der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 gemäß § 340k HGB fassen wir wie folgt zusammen:

Die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 war geprägt durch eine deutliche Erhöhung der Kundeneinlagen und geringer gestiegene Forderungen an Kunden. Die Bilanzsumme nahm um 12,2 % auf 698,9 Mio. EUR zu.

Die Vermögenslage ist geordnet. Die Aktiva und Passiva sind in der Bilanz vollständig erfasst und nach den gesetzlichen Bestimmungen bewertet. Wir halten die gebildete Risikovorsorge zur Deckung der akuten und latenten Risiken für angemessen. Die Gesamtkapitalquote liegt über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen.

Die Bank war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen.

Die Ertragslage der Bank war im Geschäftsjahr 2020 sehr gut und lag deutlich über den Vergleichswerten.

Das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme hat sich aufgrund des deutlichen Einlagenwachstums von 14,5 % auf 13,7 % reduziert und liegt weiterhin deutlich über dem Verbundsdurchschnitt.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 haben wir unter dem Datum vom 26. Mai 2021 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Nach der Ergebnisvorschaurechnung rechnet die Bank für das laufende Geschäftsjahr mit einer rückläufigen Ertragslage.

Die Strategien der Bank sind auf deren nachhaltige Entwicklung ausgerichtet.

 

Die Bank verfügt unter Berücksichtigung der planmäßigen Abarbeitung der getroffenen Feststellungen zum Auslagerungsmanagement beim IT-Dienstleister Fiducia & GAD über eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation. Die Geschäftsorganisation der Bank entspricht unter Berücksichtigung der festgelegten Strategien den Anforderungen an eine Bank dieser Größe und Struktur. Das Interne Kontrollsystem ist angemessen und wirksam.

Die eingerichteten Verfahren des Risikomanagements gewährleisten eine vorsichtige Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials. Auf dieser Grundlage ist die Risikotragfähigkeit unter den von der Bank definierten Risikoszenarien gegeben.

Im Kreditgeschäft bestehen strukturelle Risiken aufgrund der Größen- und Branchenstruktur der Kundenkredite. Sowohl hinsichtlich der Größe als auch der Branche dominieren Ausleihungen an landwirtschaftliche Kreditnehmer. Diese Branche ist im Vergleich zu anderen Branchen unverändert durch geringe tatsächlich realisierte Kreditausfälle geprägt.

Strukturelle Risiken bei den Eigenanlagen bestehen nicht.

Den Pflichten nach dem KWG sowie den sonstigen bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften einschließlich der damit verbundenen Anzeigen wurde entsprochen.

Die geldwäscherechtlichen Pflichten sowie die Pflichten zur Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen hat die Bank erfüllt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung hat der Vorstand die Bank unter Beachtung von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung sowie den Beschlüssen der Generalversammlung ordnungsgemäß geleitet.

Der Aufsichtsrat ist seinen Mitwirkungs- und Überwachungspflichten nachgekommen.

Geschäftsbericht

Hier finden Sie den Geschäftsbericht für das Jahr 2020. Der Jahresabschluss sowie Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 liegt zur Einsichtnahme in unseren Geschäftsstellen aus.